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10.10.19

Semesterbeiträge der 15 größten Universitäten: An dieser Uni bezahlen

Studierende am meisten (FOTO)

Berlin (ots) -

- Niedrigster Semesterbeitrag 2019/2020 im Vergleich:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

- Studierende einiger NRW-Unis fahren mit dem Semesterticket sogar

kostenlos in die Niederlande.

- Die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt, die

teuerste Uni des Vergleichs, bietet jedoch auch die meisten

Kultur- und Sozialleistungen.

Die Semestergebühren an deutschen Unis fallen sehr unterschiedlich

aus und können ein ausschlaggebendes Kriterium für eine

Immatrikulation darstellen. Das Ratgeber- und Verbraucherportals

Sparwelt.de hat untersucht, wie sich die Semesterbeiträge der 15

größten Universitäten Deutschlands zusammensetzen und was die

Studierenden dafür bekommen.

Günstige Beiträge bieten meist nur eingeschränkte Semestertickets

Am günstigsten kommen Studierende an der

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) weg. Die

fixen Semesterkosten für das Wintersemester 2019/2020 betragen nur

118 Euro - rund ein Drittel weniger als die Gebühren der teuersten

Universität des Vergleichs. In den 118 Euro ist zwar der

Solidarbeitrag von 76 Euro für das Semesterticket inkludiert, jedoch

können Studierende mit dem Basisticket unter der Woche nur zwischen

19 und 6 Uhr des Folgetages im VGN-Netz fahren. Nur an den

Wochenenden und Feiertagen gilt das Ticket auch tagsüber.

Komplett ohne Zeitbeschränkung fahren Studierende nur mit dem

Zusatzticket - und das kostet 213 Euro extra. Heißt, wollen

Studierende der FAU auch tagsüber ihr Semesterticket benutzen, um zum

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Beispiel zu den Vorlesungen zu fahren, bezahlen sie dieses Semester

zusammen mit dem Zusatzticket insgesamt 331 Euro.

Durch zusätzliche Ticketerweiterungen: Kosten über 300 Euro

Auch bei den beiden anderen großen süddeutschen Universitäten der

Untersuchung, der Technischen Universität und der

Ludwig-Maximilians-Universität in München, sind in dem jeweils

günstigen Semesterbeitrag von 129,40 Euro zeitlich ähnlich

beschränkte ÖPNV-Tickets (Solidarbeitrag 67,40 Euro) für das

MVV-Gebiet inkludiert. Wenn die Studenten der beiden Münchner Unis

mit dem MVV-Ticket auch unter der Woche unbegrenzt fahren wollen,

bezahlen sie zusammen mit der optionalen Erweiterung von 195,70 Euro

in diesem Wintersemester insgesamt 325,10 Euro.

Teuerste Uni im Vergleich bietet viele Kultur- und

Sozialleistungen

Zusätzliche Kosten für ein zeitlich unbegrenztes Semesterticket

kommen auf die Studierenden der Universität mit dem höchsten

Semesterbeitrag der Untersuchung nicht mehr zu: In den 366,71 Euro,

die die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main

veranschlagt, sind außer dem ÖPNV-Ticket für das RMV-, NVV- und

VGWS-Gebiet, zudem noch der Eintritt für den Palmengarten, die

tägliche Leihfahrräder-Nutzung (45 Minuten gratis), die

Mietrechtsberatung und der kostenlose Eintritt in dreizehn

städtischen Museen Frankfurts inbegriffen.

An den anderen elf Universitäten der Untersuchung, an denen die

Semesterbeiträge zwischen 277 und 332 Euro betragen, sind nur

zeitlich unbegrenzte Semestertickets innbegriffen.

Zum Beispiel fahren Studierende der Universität Hamburg für nur

177,60 Euro (im Semesterbeitrag inbegriffen) das ganze Semester im

HVV-Gebiet Bus und Bahn. Die Hochschüler der Freien Universität und

der Humboldt-Universität (beide in Berlin) können für 201,80 Euro (im

Semesterbeitrag inbegriffen) bis an die Grenzen Berlins pendeln

(ABC-Bereich).

NRW-Unis erheben relativ teure Beiträge, bieten dafür viel

Leistung

Die angehenden Akademiker der Unis in Nordrhein-Westfalen haben es

mit dem inbegriffenen Semesterticket am besten getroffen: Sie können

mit dem Ticket öffentliche Verkehrsmittel im gesamten Bundesland

benutzen: Von Dortmund nach Aachen, von Münster nach Paderborn. Die

Semesterbeiträge der Unis Bochum, Düsseldorf, und Duisburg-Essen

liegen mit über 300 Euro zwar über dem Bundesdurchschnitt, jedoch

können die Hochschüler mit dem VRR-Ticket sogar bis in die

Niederlande nach Venlo fahren.

Viele Universitäten in NRW kooperieren außerdem mit

Kulturinstitutionen wie städtischen Theatern und Museen: In Städten

wie Bochum, Duisburg oder Münster können die Studierenden teilweise

kostenlos oder für nur einen Euro in die Philharmonie, ins Ballett

oder in die Oper.

Fazit

Nicht jeder Student kann sich über die günstigen Semesterbeiträge

seiner Universität im neuen Wintersemester 2019/2020 freuen - denn

oft gilt: Desto günstiger der Beitrag, umso weniger sind Ticket-,

Sozial- und Kulturleistungen innbegriffen. Studierende, die ihre

Uniwahl an den Beitragskosten festmachen, sollten auf jeden Fall vor

der Einschreibung nachschauen, ob sie unbeschränkte Semestertickets

für den öffentlichen Nahverkehr brauchen und welche Beträge noch

zusätzlich auf sie zukommen, wenn sie ein Zusatzticket brauchen.

Kulturinteressierte sollten sich auf den Uni- und AStA-Seiten

informieren, ob es Kooperationen mit Museen und Theatern gibt, damit

sie auch bei kleinem Budget Kulturveranstaltungen besuchen können.

Über die Erhebung: Preise und Daten beziehen sich auf die

Onlinerecherche bei den einzelnen Onlineauftritten der Universitäten.

Stand September 2019. Alle Angaben ohne Gewähr. Der Pressetext sowie

die Infografik sind bei Quellen-Nennung von Sparwelt.de frei

verwendbar.

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Pressekontakt:

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Jana Gilfert

Wöhlertstr. 12-13

10115 Berlin

Tel.:030/921064268

E-Mail: presse@sparwelt.de

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