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ROUNDUP 2/Neuer Vertrag: Dämpfer bei TV-Geldern für die Premier League

13.02.18

(neu: Durchschnittspreise pro Spiel, Einordnung)

LONDON (dpa-AFX) - Die inflationäre Preisentwicklung bei den Fernsehgeldern für die Fußball-Übertragungen der englischen Premier League hat einen Dämpfer erhalten. Ein Großteil der Rechte für Großbritannien wurde für rund 4,5 Milliarden Pfund (rund 5 Milliarden Euro) an den TV-Sender Sky und die BT Group verkauft, wie die Premier League am Dienstagabend auf ihrer Internetseite mitteilte. Sky, das den größten Teil der Spiele erwarb, zahlt umgerechnet pro Spiel künftig deutlich weniger. BT muss dagegen tiefer in die Tasche greifen.

Vergeben wurden fünf von sieben Übertragungspaketen für die drei Spielzeiten von 2019/20 bis 2021/2022. Sky Sports erhielt demnach den Zuschlag für vier Pakete mit 128 Spielen. Insgesamt zahlt der Pay-TV-Gigant dafür 3,579 Milliarden Pfund. Das entspricht pro Partie rund 9,3 Millionen Pfund. Bislang musste der Sender für ein Spiel rund 11 Millionen Pfund aufbringen. BT (British Telecommunications) erwarb die Rechte für 32 Spiele am Sonntagmittag. Der frühere Telefonmonopolist zahlt damit umgerechnet rund 9,2 Millionen Pfund, im Vergleich zu 7,6 Millionen bisher.

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Damit die Zuschauerzahlen in den Stadien nicht sinken, wurden nur 200 der 380 Saisonspiele für den heimischen Markt ausgeschrieben. Rechte für alle Spiele können nur Sender aus dem Ausland erwerben. Noch nicht vergeben sind für Großbritannien 40 Spiele, die in zwei gleichgroße Pakete aufgeteilt sind. Sie umfassen jeweils die Rechte für zwei komplette Spieltage. Dafür gibt es laut Liga mehrere Interessenten.

Insgesamt erlöste der Verkauf der fünf Pakete mit den 128 Spielen 4,464 Milliarden Pfund. Zum Vergleich: Für den letzten Fernsehvertrag hatten Sky und BT 5,14 Milliarden Pfund bezahlt und dafür die Rechte für 168 Spiele erhalten. Es war der höchstdotierte Fernsehvertrag für eine Fußball-Liga, der je abgeschlossen wurde. Die Bundesliga kassiert für die nationalen TV-Rechte zwischen 2017/18 und 2020/21 insgesamt 4,64 Milliarden Euro - rund 1,16 Milliarden pro Saison.

"Wir freuen uns außerordentlich, dass BT und Sky die Premier League und unsere Clubs weiterhin als einen so wichtigen Teil ihres Angebots ansehen", erklärte Liga-Chef Richard Scudamore. "Wir werden nun den Verkaufsprozess weiter vorantreiben, um das bestmögliche Ergebnis für die verbliebenen Pakete der Rechte für Großbritannien und für den Rest der Welt zu erzielen."

Stephen van Rooyen, Vorstand von Sky UK sagte, man investiere weiter in Inhalte, die die Kunden wertschätzten und die das Angebot von Sky erweiterten. Man wolle nicht nur die Heimat der Premier League bleiben, sondern insgesamt Europas größter Investor bei Inhalten sein./ko/DP/he


                                                                                                                        

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