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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 11.10.2018

11.10.18

USA: Inflation gibt stärker nach als erwartet

WASHINGTON - Die Inflationsrate in den USA ist im September niedriger ausgefallen als erwartet. Die Verbraucherpreise seien im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 2,7 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 2,4 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen überraschend

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, legte die Zahl der Anträge um 7000 auf 214 000. Volkswirte hatten im Schnitt mit unverändert 207 000 Anträgen gerechnet.

ROUNDUP: IWF-Chefin Lagarde rüffelt Trump - Scholz: Deutschland gerüstet

NUSA DUA - IWF-Chefin Christine Lagarde hat der Wirtschaftspolitik von Donald Trump und dessen Angriffen auf die eigene Zentralbank eine deutliche Abfuhr erteilt. Sie eröffnete die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank am Donnerstag mit scharfer Kritik am Vorgehen des US-Präsidenten. Das System des weltweiten Handels dürfe nicht zerstört werden, sagte Lagarde zu Beginn des Treffens in Nusa Dua (Indonesien) vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Weltkonjunktur. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich optimistisch zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland.

EU-Kommission appelliert an Italien: 'Es ist noch nicht zu spät'

BRÜSSEL - Im Streit über zu hohe Staatsausgaben in Italien zeigt sich die EU-Kommission besorgt über die Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Lage sei fragil, sagte Vizepräsident Jyrki Katainen am Donnerstag in Brüssel. "Niemand will neue wirtschaftliche Unruhe oder Instabilität im Markt. Das wäre für das italienische Volk sehr schlecht. Es wäre sehr schlecht für andere Länder, die unter Ansteckungsrisiken leiden könnten."

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ROUNDUP: Altmaier sieht trotz Risiken stabilen Aufschwung - für Entlastungen

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht trotz zunehmender Risiken einen stabilen Aufschwung in Deutschland. Es gebe eigentlich keinen Grund dafür, dass die wirtschaftliche "Erfolgsgeschichte" abreiße, sagte Altmaier am Donnerstag in Berlin. Das liege vor allem an der weiterhin starken deutschen Exportwirtschaft und einer guten Inlandsnachfrage. Allerdings senkte die Bundesregierung zugleich ihre Konjunkturprognose.

Österreich bestimmt Potenzial von Arbeitslosen bald per Algorithmus

WIEN - Arbeitslose in Österreich werden künftig mit Hilfe von Algorithmen nach ihren Chancen auf dem Arbeitsmarkt sortiert. Ein entsprechendes System werde der Arbeitsmarktservice Österreich (AMS), das Pendant zur Bundesagentur für Arbeit in Deutschland, im neuen Jahr einführen. "Wir wollen das AMS effizienter machen. Es geht darum zu schauen, welche Fördermaßnahmen wie wirken", sagte AMS-Chef Johannes Kopf der österreichischen Tageszeitung "Der Standard". Die persönlichen Berater soll durch das System nicht vollständig ersetzt werden. Sie sollen zukünftig aber vor allem die Motivation und die Lebenseinstellung der Arbeitslosen beurteilen.

Ölproduktion im Krisenland Venezuela sinkt weiter

WIEN/CARACAS - Die Ölförderung im südamerikanischen Krisenland Venezuela geht immer weiter zurück. Zuletzt sank die Förderung auf 1,197 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag, wie die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) am Donnerstag auf Grundlage unabhängiger Schätzungen mitteilte. Das war ein Rückgang um 3,4 Prozent binnen Monatsfrist.

Pakistan bittet beim IWF offiziell um finanzielle Hilfe

NUSA DUA/ISLAMABAD - Die finanziell angeschlagene Atommacht Pakistan hat offiziell beim Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfen gebeten. Das bestätigte IWF-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem pakistanischen Finanzminister Asad Umar. Das Treffen fand am Rande der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Nusa Dua (Indonesien) statt.

Frankreich: Inflation schwächt sich wie erwartet etwas ab

PARIS - In Frankreich hat sich die Inflation im September ausgehend von einem hohen Niveau etwas abgeschwächt. Die nach europäischen Standards berechnete Inflationsrate (HVPI) betrug 2,5 Prozent, wie das nationale Statistikamt Insee am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Die Behörde bestätigte damit wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung. Im August hatte die Teuerung noch mit 2,6 Prozent den höchsten Stand seit März 2012 erreicht.

Spanien: Inflation steigt überraschend auf 2,3 Prozent

MADRID - In Spanien hat sich die Inflation im September überraschend etwas verstärkt. Die nach europäischen Standards berechnete Inflationsrate (HVPI) habe bei 2,3 Prozent gelegen, wie das nationale Statistikamt INE am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Erhebung hatte die Behörde für September nur eine Teuerung um 2,2 Prozent gemeldet und Analysten hatten mit einer Bestätigung der ersten Schätzung gerechnet. Im August waren die Preise um 2,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen.

ROUNDUP: IWF-Chefin Lagarde geht auf Distanz zu Trump

NUSA DUA - Mit einer deutlichen Abfuhr an die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump hat IWF-Chefin Christine Lagarde die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank eröffnet. Das System des weltweiten Handels dürfe nicht zerstört werden, sagte sie zur Eröffnung des Treffens am Donnerstag in Nusa Dua (Indonesien).

IWF-Chefin Lagarde geht auf Distanz zu Trump

NUSA DUA - IWF-Chefin Christine Lagarde ist in wesentlichen wirtschaftspolitischen Fragen auf Distanz zu US-Präsident Donald Trump gegangen. Das internationale System des weltweiten Handels dürfe nicht zerstört werden, sagte Lagarde zur Eröffnung der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Nusa Dua (Indonesien). Ihre Forderung: "Repariert es, aber zerstört es nicht." Die Regeln des Welthandels hätten allen Nationen Nutzen gebracht.

Lagarde ruft Italien zur Einhaltung der EU-Regeln auf

NUSA DUA - IWF-Chefin Christine Lagarde hat das finanziell angeschlagene Euro-Land Italien aufgefordert, bei der Haushaltsführung die Regeln der Europäischen Union einzuhalten. "Wir unterstützen sicherlich die haushaltspolitische Konsolidierung", sagte Lagarde am Donnerstag zur Eröffnung der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank im indonesischen Nusa Dua. "EU-Mitglieder sollten die Regeln akzeptieren, zu denen sie sich durch ihre Mitgliedschaft bekannt haben." Zugleich müsse Konsolidierung wachstumsfreundlich gestaltet werden.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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