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Binnenschiffer atmen auf - Grundwasser am Rhein bleibt aber niedrig

07.12.18

BINGEN (dpa-AFX) - Nach historisch niedrigen Pegelständen atmen Binnenschiffer auf: Der Rhein führt nach Regen deutlich mehr Wasser. Die Fähren, die teils auf dem Trockenen lagen, verkehren wieder. Die Insel des berühmten Mäuseturms bei Bingen, die Tausende Spaziergänger trockenen Fußes erkundet hatten, wird erneut von den Rheinfluten umspült. Der für die Schifffahrt wichtige Pegelstand Kaub erreichte am Donnerstagmittag 182 Zentimeter über seinem definierten Nullpunkt - 146 Zentimeter mehr als am vergangenen Sonntag. Die Fahrrinne ist noch tiefer.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt teilte in Duisburg mit: "Derzeit steigen die Pegel an den Flüssen glücklicherweise wieder." In früheren Niedrigwasserphasen wie 2003 und 2015 habe sich gezeigt, "dass sich eine gesunkene Tonnage auch nach langen Niedrigwasserperioden schnell wieder erholt hat". Noch allerdings können nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts Bingen im teils weniger tiefen Oberen Mittelrhein nicht alle Schiffe voll laden.

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Dennis Meißner von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz sagte, er rechne am Mittelrhein erst mit leicht fallenden Wasserständen, die nach neuem Regen am Wochenende jedoch wieder steigen dürften. "Wir haben eine leichte Entspannung der Niedrigwasserlage, aber noch nicht ihr Ende", ergänzte er mit Blick auf den deutlich gefallenen Grundwasserspiegel. Dieser dürfte sich nach der extremen Sommerdürre erst nach Monaten wieder ganz füllen. Bei fehlendem Regen bestimmt der träge reagierende Grundwasserspiegel wesentlich die Pegelstände des Rheins./jaa/DP/zb


                                                                                                                        

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