Spritpreise - es geht nur noch langsam nach unten
13:43
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Talfahrt der Spritpreise hat an Schwung verloren. Rund um den kräftigen mittäglichen Preissprung am Montag deuteten die Zahlen nur noch bei Diesel nach unten, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Superbenzin der Sorte E10 war nach dem Sprung sogar minimal teurer als zur gleichen Zeit am Vortag. Das könnte auf eine Stagnation oder sogar wieder steigende Preise für Benzin hindeuten.
Schon am Sonntag hatte sich E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt nur noch minimal verbilligt: um 0,2 Cent auf 2,059 Euro pro Liter. Diesel gab um 1,2 Cent auf 2,152 Euro nach. Der Kraftstoff war im Laufe der Krise um zwischenzeitlich mehr als 70 Cent teurer geworden, hat sich seit seinen Rekordständen rund um Ostern aber wieder stark verbilligt. Inzwischen ist er nur noch etwas mehr als 40 Cent teurer als vor Kriegsbeginn. Superbenzin der Sorte E10 ist derzeit noch 28 Cent teurer, hatte in der Spitze aber auch nur 41 Cent zugelegt.
Einige Tankstellen mit E10 unter 2 Euro
Vor dem Mittagssprung am Montag näherte sich Super E10 mit einem bundesweiten Durchschnittspreis von 2,028 Euro um 11.45 Uhr vorübergehend sogar wieder der 2-Euro Marke. Nach dem Sprung war der Kraftstoff mit 2,138 Euro allerdings wieder weit davon entfernt. Inzwischen gibt es in vielen Regionen aber zumindest einzelne Tankstellen, die E10 vormittags vorübergehend unter 2 Euro anbieten.
Seit Einführung der 12-Uhr Regel dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich zur Mittagszeit erhöhen. Dadurch sind die Preise am späten Vormittag nun in der Regel die niedrigsten. Früher hatte das für die Abendstunden gegolten.
Angesichts der hohen Spritpreise soll nach den Plänen der Bundesregierung ab dem 1. Mai ein Tankrabatt von knapp 17 Cent pro Liter eingeführt werden. Offen ist allerdings, wie schnell und wie vollständig diese Entlastung bei den Verbrauchern ankommen wird./ruc/DP/nas
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